Quarantäne-Kontrollen werden ausgeweitet

Gespräch zwischen Bürgermeisterin und Landrat zu weiteren Maßnahmen im Kampf gegen Corona-Pandemie in Werder

Vor dem Hintergrund der zuletzt schneller wachsenden Zahl von Werderanern, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind, hat sich Bürgermeisterin Manuela Saß an Landrat Wolfgang Blasig gewandt. Im Ergebnis eines Telefonats am Freitagmorgen wurden sich der Landrat und die Bürgermeisterin einig, dass weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Werder getroffen werden müssen. Dazu sollen in Werder zunächst die Kontrollen zur Einhaltung der vom Gesundheitsamt des Landkreises angeordneten, häuslichen Quarantäne ausgeweitet werden.

Die Quarantäne dient dem Schutz der infizierten oder vermutlich infizierten Betroffenen und vor allem der nicht-infizierten Menschen vor Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus. Sie ist eine zeitlich befristete Absonderung von ansteckungsverdächtigen Personen oder von Personen, die möglicherweise das Virus ausscheiden. Die Quarantäne soll die Verbreitung der Erkrankung verhindern. Grundlage für die Anordnung der Quarantäne ist § 30 des Infektionsschutzgesetzes.

„Niemand kann etwas dafür, wenn er infiziert ist oder diese Vermutung nahe liegt", so Manuela Saß. „Der ganz überwiegende Teil der Betroffenen wird eine Quarantäne-Anordnung befolgen, um Mitmenschen nicht in Gefahr zu bringen. Für einzelne Betroffene, die die Anordnung nicht ernst nehmen, sind schärfere Kontrollen indessen ein Signal, dass der Gesundheitsschutz der Bevölkerung kein Spiel ist."  Verstöße gegen eine angeordnete Quarantäne können mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden.

Werder (Havel), 10.04.2020