Werder setzt die Maske auf

Steigende Corona-Zahlen: Bürgermeisterin Manuela Saß und der 1. Beigeordnete Christian Große rufen die Werderaner dazu auf, Mund-Nase-Masken zu tragen

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Werder setzt die Maske auf: Werders Bürgermeisterin Manuela Saß und Werders 1. Beigeordneter Christian Große haben die Einwohner vor dem Hintergrund steigender Corona-Fälle in der Stadt dazu aufgerufen, im öffentlichen Raum Behelfs-Mund-Nase-Masken zu tragen. 

„Insbesondere beim Einkaufen in Supermärkten, Hofläden oder anderen geöffneten Geschäften sowie in den öffentlichen Verkehrsmitteln könnte damit die Viruslast reduziert und womöglich Mitmenschen vor einer Ansteckung geschützt werden", so Bürgermeisterin Manuela Saß.  So könnte der Mundschutz ein Baustein zur Eindämmung der Pandemie werden, wobei Abstand halten, die Handhygiene und Husten- und Nies-Etikette gegen die Übertragung des neuartigen Corona-Virus natürlich beibehalten werden müssten.

„Eine Behelfs-Mund-Nase-Maske oder Community-Maske kann bei richtigem Tragen eine gewissen Sicherheit vor Tröpfchen und vor Gesichtskontakt mit kontaminierten Händen bieten", zitiert Christian Große  aus einer Einschätzung des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Andere Verhaltensregeln sollte man deshalb allerdings nicht außer Acht lassen. 

Die Lage in Werder sei mit mehr als 70 Corona-Infizierten und mittlerweile 5  Menschen, die an Corona verstorben sind, sehr ernst, wie die Bürgermeisterin und ihr 1. Beigeordneter betonen. Beide drücken ihr Mitgefühl für die Angehörigen aus. Zugleich appellieren sie an die Werderaner, weiter an der Eindämmung der Pandemie mitzuwirken. „Das gilt umso mehr, falls Regelungen  in den kommenden Wochen gelockert werden sollten", so Christian Große.

„Community-Masken können im öffentlichen Raum hilfreich sein", sagt Manuela Saß. „Die Träger signalisieren Respekt voreinander und Verantwortungsgefühl für die Menschen, die unsere Grundversorgung aufrecht erhalten und deshalb täglich vielen Menschen begegnen müssen.“ Ein verbesserter Schutz sei schon mit selbst genähten Masken möglich, für die es Nähanleitungen im Netz gebe.

Anderseits werde es einfacher, solche Masken auch bei regionalen Gewerbetreibenden zu erwerben.  „Professionelle Atemschutzmasken sollten indessen eher dem medizinischen oder Pflege-Personal vorbehalten bleiben, das in besonders engem Kontakt mit Infizierten oder Risikogruppen arbeiten muss“, so die Bürgermeisterin.

Werder (Havel), 14.04.2020