Wie geht es in den Kitas weiter?

Bürgermeister des Landkreises treffen Festlegungen zum Thema Beitragsbefreiung und möglicher Notbetreuung

Foto: Tatjana Balzer / stock.adobe.com
Foto: Tatjana Balzer / stock.adobe.com

Die Bürgermeister und Amtsdirektoren des Landkreises Potsdam-Mittelmark haben heute in einer Telefonkonferenz die weitere Vorgehensweise bezüglich des Vorgehens bei der Kitabetreuung abgestimmt. Hintergrund sind die neuen Regelungen in der Eindämmungsverordnung und der Richtlinie zur Erstattung von Elternbeiträgen des Landes Brandenburg.

„Ausdrücklich begrüßen wir die Absicht der Landesregierung, diejenigen Eltern von den Beiträgen zu entlasten, die mit der Betreuung ihrer Kinder zu Hause dabei helfen, Risiken für die Betreuung in den Kitaeinrichtungen zu reduzieren“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

 Folgende Festlegungen wurden demnach für die Kommunen des Landkreises, also auch für Werder (Havel), getroffen:

  1. Beitragserhebung

Die Kommunen werden in den Monaten Februar und März die Einziehung der Elternbeiträge aussetzen. Die Aussetzung der Einziehung stellt keinen Verzicht auf die Elternbeiträge dar. Nach Vorliegen der endgültigen Bestimmungen durch das Land wird eine einheitliche Regelung in den Kommunen des Landkreises getroffen, wie die Erhebung der Beiträge vollzogen wird. Die endgültige Abrechnung wird dann mit dem Beitragseinzug frühestens im April erfolgen.

Ein Hinweis: Diese Regelung gilt sowohl für Kitas, als auch für den Hort.

  1. Offenhaltung der Kitaeinrichtung

Die 5. Eindämmungsverordnung sieht vor, dass ab einer dreitägigen Inzidenzzahl von mehr als 300 die Landkreise über die Einführung der Notbetreuung in den Kindertageseinrichtungen zu entscheiden haben. Um auf diesen Fall vorbereitet zu sein, werden die Gemeinden ab sofort mit der Ermittlung der Notbetreuungsberechtigten im Ernstfall beginnen. Hierzu werden auf den bekannten Wegen (in Werder die Homepage) Notbetreuungsanträge für die Eltern zur Verfügung gestellt.

Die Bürgermeister und Amtsdirektoren bitten die anspruchsberechtigten Eltern, diese Anträge umgehend in den Verwaltungen einzureichen, die Arbeit der Verwaltungen zu unterstützen und die gegebenenfalls erforderlichen Genehmigungsverfahren deutlich zu beschleunigen.

Werder (Havel), 21.01.2021