Feuerwehrübung am 14. August bei Bliesendorf

70 Feuerwehrleute aus Werder (Havel) und den Ortsteilen trainieren die Einsatzabläufe bei einem Großbrand im Wald

Stadtwehrführer Sebastian Schenk bei einer Feuerwehrübung. Foto (Archiv): hkx
Stadtwehrführer Sebastian Schenk bei einer Feuerwehrübung. Foto (Archiv): hkx

Brand in einem Waldstück südlich von Bliesendorf: Zunächst wird der Leitstelle ein kleines Feuer auf einer 1000 Quadratmeter großen Fläche gemeldet. Doch durch Trockenheit und Wind springen die Flammen schnell über, in kurzer Zeit ist die Brandfläche 15-mal so groß. Für die 70 Feuerwehrleute aus Werder (Havel) und den Ortseilen mit ihren 12 Einsatzfahrzeugen ist die Brandbekämpfung eine Herausforderung.

Dieses Szenario ist Gegenstand einer Übung, die am Samstag, 14. August, etwa zwischen 8.25 und 12 Uhr, in der Nähe des Bliesendorfer Sportplatzes stattfindet. Der Brand findet nur in der Vorstellung der Feuerwehrleute in einem mit Flatterband abgesperrten Waldstück statt. Das tatsächliche Einsatzgeschehen wird aber realitätsnah simuliert.

So werden die tatsächlichen Einsatzmittel und auch echtes Löschwasser genutzt. Die leeren Tanklöschfahrzeuge werden an der Zisterne im Ort Bliesendorf und dem neuen Feuerlöschbrunnen in der Nähe der Kita Zauberwald aufgefüllt. Kommando-, Zeit- und Einsatzabläufe werden trainiert und dann auch ausgewertet. Die Feuerwehrleute wissen erst am Einsatzort, dass es sich um eine Übung handelt.

Die Übung ist eine Konsequenz aus den Großbränden im Jahr 2018 in der Region, die einen neuen Waldbranderlass des Landes Brandenburg nach sich gezogen hatten. Die Ausbildung der Führungs- und Einsatzkräfte der Feuerwehren im Rahmen des vorbeugenden und abwehrenden Waldbrandschutzes ist demnach auch durch die örtlichen Träger des Brandschutzes, also die Städte und Gemeinden, vorzunehmen.

Das waldreiche Brandenburg ist mit seinen großen Kiefernwäldern laut Landesangaben die Region in Deutschland mit der höchsten Waldbrandgefahr. Die EU-Kommission führt die Waldflächen des Landes in der gleichen europaweit höchsten Waldbrandgefährdungsstufe wie Südfrankreich, Griechenland, Spanien und Portugal.

Werder (Havel), 14.08.2021