„In vielfacher Hinsicht um Werder verdient gemacht“

Bürgermeisterin Manuela Saß tiefbetroffen vom Tod des langjährigen Stadtverordneten Joachim Raupach

Foto:  Printemps  / stock.adobe.com
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Bürgermeisterin Manuela Saß hat sich tiefbetroffen vom Tod von Joachim Raupach gezeigt. Der 1940 geborene und aus Breslau stammende Werderaner ist am 4. Juni verstorben. „Mit Herrn Raupach hat die Stadt einen hochengagierten Werderaner verloren, der sich um seine Stadt, seine Region und die Mitbürger in vielfacher Hinsicht außerordentlich verdient gemacht hat.“

Für sein langjähriges Wirken in der Stadtverordnetenversammlung und seine Verdienste beim Aufbau und der Entwicklung der kommunalen Selbstverwaltung von Werder nach der Wende hatte sich Joachim Raupach im Jahr 2000 ins Goldene Buch der Stadt eingetragen.

Sein kommunalpolitisches Wirken beschränkte sich aber nicht auf die Stadtverordnetenversammlung: Viele Jahre war er Vorsitzender und Stellvertretender Vorsitzender des Kreistages Potsdam-Mittelmark. „In seinen kommunalpolitischen Funktionen war er an entscheidenden Weichenstellungen für die positive Entwicklung des Landkreises und unserer Stadt beteiligt“, so Manuela Saß.

Ebenso bemerkenswert seien seine Verdienste als Sportler und erfolgreicher Zehnkämpfer, als beherzter Förderer des Ernst-Haeckel-Gymnasiums, als Unterstützer des Freundeskreises Bismarckhöhe und engagiertes Mitglied des Werderaner Heimatvereins.

In besonderer Erinnerung bleiben werde sein jahrzehntelanges Wirken als Zeremonienmeister beim Karnevalsclub Werder KCW, so Bürgermeisterin Saß. „Für einen charakterstarken Menschen wie Joachim Raupach, der auch privat immer wieder mit der DDR-Obrigkeit aneckte, war der Werderaner Karneval mit seinen kritischen Büttenreden wie ein Ventil.“ Nach der Wende war er entscheidend am Erhalt der Karnevalstradition in Werder beteiligt.  

Im Jahr 2011 war Joachim Raupach mit sieben weiteren Kommunalpolitikern aus Brandenburg mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. „Joachim Raupach kannte und liebte seine Stadt und hat sich auch unter schwierigen Umständen nicht gescheut, seine Meinung zu vertreten und Verantwortung zu übernehmen“, so Manuela Saß. „Wir werden sein Andenken in Ehren halten.“

Werder (Havel), 16.06.2020