Verhandlungen über Corona-Hilfen

Stadtverordnete einstimmig für Unterstützung der Havel-Therme GmbH in der Zeit der Corona-Pandemie

Foto: Stadt Werder (Havel) / hkx
Foto: Stadt Werder (Havel) / hkx

Bürgermeisterin Manuela Saß hat am Donnerstagabend bei der Stadtverordnetenversammlung einen Antrag zu einer Corona-Unterstützung der Havel Therme GmbH für den beginnenden Betriebsvertrag der Havel-Therme gestellt. Das größte Infrastrukturprojekt Werders stehe kurz vor der Fertigstellung und es sei davon auszugehen, dass noch in diesem Monat die Nutzungsfreigabe erfolgt. 

Die Corona-Pandemie allerdings stelle "uns als Eigentümerin und Verpächterin der Havel Therme vor Herausforderungen, für die es keine Lösungsbeispiele gibt."  Das Betriebskonzept der Havel Therme GmbH könne ohne Einnahmen von Gästen nicht aufgehen, "das muss eigentlich jedem einleuchten", so die Bürgermeisterin. 

Die Stadtverordneten haben die Bürgermeisterin einstimmig beauftragt, auf Basis ihres Beschlussantrags und in Abstimmung mit dem Hauptausschuss zu folgenden Inhalten mit der Havel-Therme GmbH nach dem Jahreswechsel in Verhandlungen zu treten:

Verzicht bzw. Teilverzicht auf Pachtzahlungen des Betreibers in der Zeit der Pandemie, im Gegenzug Verzicht auf Sonderleistungen für Senioren-Familien- und Kurkartenrabatte der Stadt in der Pandemie, Vorziehen der Zahlung der 2. Fertigstellungsprämie,  Beteiligung an den Betriebskosten in der Zeit der Pandemie. 

Die städtische Unterstützung greife dem Lösungsvorschlag zufolge erst dann, wenn keine oder nur geringe staatliche Corona-Beihilfen von anderer Stelle gewährt werden. 

Werder (Havel), 13.12.2020