Bebauungsplanverfahren für Gewerbegebiet Kemnitz wird fortgesetzt

Zunächst soll ein Rechtsgutachten zur Bewertung umliegender schutzwürdiger Nutzungen in Auftrag gegeben werden

Das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans 061/10 „Gewerbe- und Industriegebiet Werder – Kemnitz“ wird fortgesetzt. Das haben die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstagabend entschieden. Die Verwaltung wurde beauftragt, zunächst ein Rechtsgutachten zur Bewertung umliegender schutzwürdiger Nutzungen zu beauftragen.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte bereits vor elf Jahren beschlossen, den Bebauungsplan aufzustellen. Der Geltungsbereich wird umgrenzt im Norden und Nordwesten von der Bundesautobahn A10, Autobahnanschluss Phöben, im Westen, Südwesten und Süden von Waldflächen sowie im Nordosten, Osten und Südosten von der L 90 „Phöbener Chaussee“.

Zu einem Vorentwurf des 21,6 Hektar umfassenden Plangebiets hat im Jahr 2011 eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit stattgefunden. Ein Mediationsverfahren, das im Ergebnis von Einwendungen, zumeist aus der Kolonie Zern, gestartet wurde, wurde ohne eine Einigung im Jahr 2013 wieder beendet.

Jetzt soll in einem unabhängigen Rechtsgutachten die Schutzbedürftigkeit der im Umfeld des Plangebiets vorhanden Wohn- und Erholungsnutzungen ermittelt, zusätzlich noch ein Immissionsgutachten erstellt werden. Auf Grundlage beider Gutachten soll das Planverfahren dann fortgesetzt werden.

Die Bauleitplanung hat zum Ziel, die verschiedenen öffentlichen und die privaten Belange abzusichern. Auf der einen Seite soll Nutzungskonflikten mit der Nachbarschaft planerisch vorgebeugt, auf der anderen aber auch Entwicklungsmöglichkeiten für den Standort des Unternehmens Herbstreit & Fox GmbH mit seinen Arbeitsplätzen gesichert werden.

Ein überarbeiteter Entwurf des Bebauungsplans wird den Gremien der Stadt Werder (Havel) zur Billigung für die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden vorgelegt.

Werder (Havel), 18.06.2021