Ein Mannschaftszelt für den Feuerwehrnachwuchs

Brandenburgs Innenminister brachte den Zuwendungsbescheid persönlich in den Ortsteil Töplitz

Der brandenburgische Innenminister Michael Stübgen übergab gestern in Töplitz symbolisch einen Scheck in Höhe von 3470 Euro. Mit der Zuwendung aus Lottomitteln und dem Eigenanteil der Stadt Werder (Havel) soll ein Mannschaftszelt für die Jugendfeuerwehr des Ortsteiles erworben werden. Hauptschwerpunkt für Lottomittelförderungen des Ministeriums sind gegenwärtig Projekte des Brand- und Katastrophenschutzes, insbesondere zur Mitgliedergewinnung sowie zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Der Minister betonte seine Wertschätzung für die geleistete ehrenamtliche Arbeit. Er wisse, dass im Land Brandenburg der Brand- und Katastrophenschutz flächendeckend fast ausschließlich mit ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehren sowie Helfern des Katastrophenschutzes gewährleistet wird. „Da ist eine gute Nachwuchsarbeit wichtig“. Das bestätigte Werders Bürgermeisterin Manuela Saß, die den Gast bei seinem Rundgang durch das Gebäude begleitete und unter anderem darauf hinwies, dass die Feuerwehr in der Neuen Töplitzer Straße ein städtischer Bau ist, der ohne Fördermittel errichtet wurde. „Wir wissen, dass unsere Feuerwehr eine wichtige Stütze der Gesellschaft ist und so unterstützen wir sie, wo wir können“.

Stadtjugendwartin Jane Lubinas nahm den Scheck entgegen und bedankte sich: „Wir freuen uns immer sehr über Förderungen“. Das Mannschaftszelt ist für Übernachtungen geeignet und soll auch für die Zeltlager genutzt werden. „Das fördert den Zusammenhalt“, weiß Jane Lubinas. 105 Kinder und Jugendliche gehören in der Stadt Werder (Havel) zum Feuerwehrnachwuchs, davon allein 20 im Ortsteil Töplitz, zu dem auch die Gemeindeteile Neu-Töplitz, Leest und Göttin gehören.

Stadtwehrführer Sebastian Schenk betonte, dass eine gute Ausbildung und eine ebenso gute Ausrüstung zwingend notwendig sind. Zur Besonderheit der Töplitzer Insellage kommen noch rund 60 Autobahnkilometer, auf denen erfahrungsgemäß oft Einsätze nötig werden. „Insgesamt leistet die Stadt rund 400 Einsätze pro Jahr, die Töplitzer sind an 100 bis 120 davon beteiligt“, informierte er.

Gerade aber die Nachwuchsarbeit und damit die Kinder und Jugendlichen hätten während der Pandemie „gelitten“, als die Einsatzdienste höchste Priorität hatten. Er hoffe, mit der Jugendarbeit jetzt wieder durchstarten zu können, umso mehr freue er sich über die Zuwendung aus dem Ministerium und der dauerhaften Unterstützung der Stadt Werder (Havel). „Die Jugend ist unsere Nachwuchsquelle, leider war das Verfahren während der Pandemie alternativlos“. Auch wenn von 10 Kindern und Jugendlichen oft nur einer dauerhaft dabeibliebe, sei die engagierte Nachwuchsarbeit enorm wichtig. Nach der Schulzeit wären die Lebenswege eben nicht vorhersehbar, aber wer einmal eine Ausbildung bei der Feuerwehr durchlaufen habe, könne im Ernstfall – egal, wo er dann wohne oder arbeite – helfen.

Zu Gast war auch Landesbranddirektor Michael Koch, seit April 2021 im Amt, Prof. Ditmar Wick, Chef des Ausschusses für Soziales, Bildung, Kultur, Sport und Ordnung der Stadtverordnetenversammlung und als Vertretung für den Ortsvorsteher Frank Ringel, der stellvertretende Stadtwehrführer Stephan Kranig, Paul Wegener und viele Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Töplitz.

 

Werder (Havel), 8.07.2021