Bürgerbeteiligung zu Radschnellweg Potsdam-Werder

Das Zwischenergebnis eines Konzepts für Schnellradwege im Berliner Südwesten kann ab 8. September online kommentiert werden

Grafik: Landkreis Potsdam-Mittelmark
Grafik: Landkreis Potsdam-Mittelmark

Im November 2019 ist der Startschuss für das Leuchtturmprojekt „Radschnellverbindungen Südwest“ gegeben worden. Ziel des Projektes ist die Erarbeitung eines Konzepts, wie die geplanten Radschnellverbindungen von Berlin in die benachbarten Kommunen im südwestlichen Brandenburg verlängert werden können. Jetzt liegt ein fachliches Zwischenergebnis dieser Machbarkeitsstudie vor, das von interessierten Bürgern kommentiert werden kann.

Im ersten Schritt hat das beauftragte Planungsbüro eine Potenzialanalyse erstellt. Basierend auf dieser Analyse erfolgte die Festlegung von drei geeigneten Trassenkorridoren:

  • Werder (Havel) – Potsdam,
  • Potsdam – Teltow,
  • Potsdam – Berlin-Wannsee.

In enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Kommunen wurden innerhalb der Korridore mögliche Trassenvarianten entwickelt und einer Bestandsaufnahme unterzogen. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sollen nun öffentlich diskutiert werden.

In einer Onlinebeteiligung können sich interessierte Bürger über die Trassenvorschläge informieren und diese kommentieren. Vom 8. September bis zum 29. September ist die Beteiligung auf www.potsdam-mittelmark- online Dienste verfügbar. Zusätzlich wird am 22. September in der Zeit von 18 bis 20 Uhr ein Livestream angeboten, um die fachlichen Zwischenergebnisse vorzustellen und auf Fragen einzugehen. Der Link wird in Kürze hier veröffentlicht. 

Das finale Konzept soll dann die Untersuchung verschiedener Trassenvarianten, die Definition von Ausbaustandards, eine Kostenschätzung sowie die Darstellung der Finanzierungsmöglichkeiten beinhalten. Als Projektpartner haben sich dafür der Landkreis Potsdam-Mittelmark, der Bezirk Steglitz-Zehlendorf und die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, die Landeshauptstadt Potsdam, die Städte Teltow und Werder (Havel) sowie die Gemeinden Kleinmachnow, Stahnsdorf, Nuthetal und Schwielowsee zusammengefunden.

Gefördert wird das Projekt von der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg und weitere Unterstützung erfährt es vom Land Brandenburg. Die Federführung des Projektes liegt beim Landkreis Potsdam-Mittelmark. Dazu erklärt der 1. Beigeordnete des Landkreises Potsdam-Mittelmark, Christian Stein:

„Mit dem Projekt Radschnellverbindungen betritt der Landkreis Neuland, was den Variantenvergleich der Korridore und die Online-Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer bei der Untersuchung angeht. Die Bedeutung des Radverkehrs hat in den letzten Jahren stetig zugenommen, das Rad als umweltfreundliches und staufreies Angebot der Mobilität ist zunehmend auch für Pendler in Schule und Beruf gefragt. Daher haben wir mit den beteiligten Partnern gern dieses innovative Projekt gestartet, um die Voraussetzungen eines Radschnellverkehrs in der Region konkret zu prüfen. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse der Beteiligung und die Ideen zur Umsetzung.“

Im Anschluss an das Beteiligungsverfahren erfolgt die Auswertung der Rückmeldungen und eine weitere Abstimmung mit den Projektpartnern. Der Abschluss des Projektes ist für Dezember 2021 vorgesehen.

Quellen: Landkreis Potsdam-Mittelmark / Stadt Werder (Havel)

Fahrradfahrer auf dem Radschnellweg RS1 bei Mülheim an der Ruhr. Foto: Gerhard  / stock.adobe.com
Fahrradfahrer auf dem Radschnellweg RS1 bei Mülheim an der Ruhr. Foto: Gerhard / stock.adobe.com

Werder (Havel), 3.09.2021