Unterführung L90

Vom Norden in den Süden oder umgekehrt? Egal wie, oft dauert es lange. Der derzeitige Bahnübergang mit bis zu elf Stunden Schließzeit pro Tag soll durch zwei Unterführungen ersetzt werden.

Hintergrund

Der Bahnübergang in Werder (Havel) ist laut Landesangaben der am stärksten frequentierte Bahnübergang im Landesstraßenbereich. Die Schrankenanlage ist täglich bis zu elf Stunden geschlossen. Da sowohl auf der Bahnstrecke als auch auf der Landesstraße die Frequenz zum Berufsverkehr am höchsten ist, kommt es in diesen Zeitfenstern zu Schließzeiten von mehr als 30 Minuten pro Stunde, auch diese Angaben stammen vom Land.

Die L90 verbindet den Norden mit dem Süden Werders. Der derzeitige Bahnübergang ist mit einer Schranke ausgestattet, am Bahnhof gibt es eine Unterführung die mit zwei Aufzügen ausgestattet ist. Ersetzt werden soll der derzeitige Übergang durch eine Unterführung für Kraftfahrzeuge in der jetzigen Straßenachse sowie durch eine neue Unterführung am Bahnhof für Rad- und Fußverkehr.

Die Stadt Werder beteiligt sich voraussichtlich mit ca. 10 Prozent an den Baukosten der Unterführung für Rad- und Fußverkehr und wird diese Unterführung auch instandhalten. Das Gesamtprojekt wird von Bund, Land und Bahn jeweils zu einem Drittel finanziert.

Die Entwurfsplanung ist abgeschlossen, zur Zeit wird das Planfeststellungsverfahren vorbereitet. Der Landesbetrieb Straßenwesen hat am 17.11.2021 über den Stand der Vorbereitung und die Entwurfsplanung informiert, für die eine Videosimulation vorgestellt wurde. Die Bauarbeiten könnten demnach nach einem erfolgreichen Planfestellungsverfahren 2026 beginnen.

Beteiligung der direkten Anwohner (formell)

Die Stadt Werder (Havel) ist nicht federführend für das Vorhaben. Sie wird die Beteiligung aber begleiten. Ziel ist es, das Planfeststellungsverfahren so zu unterstützen, dass es  zügig zu einem Ende kommt. Im Planfeststellungverfahren können sich die Einwohner Werders äußern. Die Auslegungszeiten werden öffentlich bekanntgeben, sobald sie feststellen. Ein erstes Treffen mit Eigentümern und Anwohnern der L90 hat im November 2021 stattgefunden.