Unterführung L90

Vom Norden in den Süden oder umgekehrt? Egal wie, oft dauert es lange. Der derzeitige Bahnübergang mit bis zu elf Stunden Schließzeit pro Tag soll durch zwei Unterführungen ersetzt werden.

Hintergrund

Der Bahnübergang in Werder (Havel) ist laut Landesangaben der am stärksten frequentierte Bahnübergang im Landesstraßenbereich. Die Schrankenanlage ist täglich bis zu elf Stunden geschlossen. Da sowohl auf der Bahnstrecke als auch auf der Landesstraße die Frequenz zum Berufsverkehr am höchsten ist, kommt es in diesen Zeitfenstern zu Schließzeiten von mehr als 30 Minuten pro Stunde, auch diese Angaben stammen vom Land.

Die L90 verbindet den Norden mit dem Süden Werders. Der derzeitige Bahnübergang ist mit einer Schranke ausgestattet, am Bahnhof gibt es eine Unterführung die mit zwei Aufzügen ausgestattet ist. Ersetzt werden soll der derzeitige Übergang durch eine Unterführung für Kraftfahrzeuge in der jetzigen Straßenachse sowie durch eine neue Unterführung am Bahnhof für Rad- und Fußverkehr.

Die Stadt Werder beteiligt sich voraussichtlich mit ca. 10 Prozent an den Baukosten der Unterführung für Rad- und Fußverkehr und wird diese Unterführung auch instandhalten. Das Gesamtprojekt wird von Bund, Land und Bahn jeweils zu einem Drittel finanziert.

Zur Zeit wird das Planfeststellungsverfahren vorbereitet. Verantwortlich ist hierfür das Land Brandenburg. Baubeginn ist frühestens 2022, mit einer Fertigstellung ist nicht vor 2025 zu rechnen.

Beteiligung der direkten Anwohner (formell)

Die Stadt Werder (Havel) ist nicht federführend für das Vorhaben. Sie wird die Beteiligung aber begleiten. Ziel ist es, das Planfeststellungsverfahren so zu unterstützen, dass es  zügig zu einem Ende kommt. Im Planfeststellungverfahren können sich die Einwohner Werders äußern. Die Auslegungszeiten werden öffentlich bekanntgeben, sobald sie feststellen. Um Einwände und Bedenken insbesondere der direkten Anwohner schon im Vorfeld zu ermitteln und ggf. zu bündeln, wird die Stadt unter Umständen Gesprächsrunden organisieren, auch wenn sie die Beteiligung der Anwohner nicht selbst in der Hand hat.